1855
Überlegungen zum Kauf einer Feuerspritze
Obergurig am 15. August 1855
Auf erfolgte Einladung versammelte sich Abends 8 Uhr in den bekannten Lokale des Gemeinde – Ältesten Gottlob Frenzel der Gemeinde – Rath wozu sich folgende Mitglieder eingefunden hatten:
1. Der Gemeinde – Vorstand E. Mäßling
2. „ „ Älteste G. Frenzel
3. „ „ H. J.T. Lehmann
4. „ „ „ J. Thomas
5. „ „ „ J. Hentsch
6. „ „ „ J. Dude
7. „ „ „ A. Briesowsky
8. „ „ „ G. Schinkel
wie H. Mäßling den Anwesenden zunächst mittheilt: daß der hiesige Papier – Fabrikant Herr Adolf Fischer der Gemeinde den Antrag stelle sich doch im Verein mit noch einigen anderen der nächsten Gemeinden an dem Bau einer zweckmäßigen Feuerspritze / nach dem vorgelegten Plan und Anschlege von H.F. Gruhl in Kl. Welka zu betheiligen, da er selbst die Hälfte der Baukosten beitragen wolle, unter der Voraussetzung jedoch, daß die Spritze stets in einem Lokale der hiesigen Papier – Fabrik stehen könne; unter dankender Entgegennahme des Antrages wird beschloßen, diesen Antrag an die Gemeinden Schwarznaußlitz, Sinkwitz, Mönchswalde, Gr. u. Kl. Döbschütz mitzutheilen, und dieselben anzufordern sich doch an dem Bau zu betheiligen, damit es der hiesigen Gemeinde allein nicht so schwer hätte, im Fall das diese Gemeinden dem Bau betreten wollten, dann sollte sein das vorgeschlagene Spritze gebaut und bei H. Gruhl bestellt werden. Damit, daß die Spritze stets in der hiesigen Papier – Fabrik stehen
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solle, sind sämtliche Mitglieder gern einverstanden, weil der Gemeinde dadurch die Kosten eines neuen Spritzenhauses erspart wurden.